DIAL: Architektur, Design und Technik

Wenn DIAL ein neues Firmengebäude bezieht, dann richten sich die Augen der Lichtindustrie nach Lüdenscheid. Die Erwartungen sind natürlich hoch, wenn das Kompetenz-Unternehmen für Licht- und Gebäudetechnik sein Wissen in die Praxis umsetzt.

Bei DIAL dreht sich alles um Licht und Gebäudetechnik: Seminare, Workshops, Tests sowie Messungen, die eigene Planungssoftware DIALux und die Online Leuchtensuchmaschine LUMsearch machen das Unternehmen zu dem Kompetenzzentrum der Branche. Nachdem die alten Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, hat man sich vor vier Jahren für einen Neubau unweit des bisherigen Domizils entschieden. 2013 war es dann soweit, DIAL konnte sein neues Firmengebäude beziehen.

Durchdachte Gebäudetechnik

Zunächst beeindruckt die schwarze Gebäudehülle des geradlinigen Bauwerks. Die strenge Geometrie und die konsequente schwarz-weiße Farbgebung ziehen sich durch das gesamte Gebäude. Das großzügige Foyer mit der Cafeteria ist lichtdurchflutet, dafür sorgen nicht nur die großen Glasfronten, sondern auch die offene Bauweise mit dem Glasdach. Davon profitieren auch die Büroräume, denn Tageslicht spielte bei der Planung eine große Rolle. Daher verfügen auch alle Büros und Seminarräume über große Fensterflächen, die mit einer automatischen Beschattung ausgestattet sind. Den hohen Grad an Automatisierung findet man in allen Bereichen wieder. Sucht man Schalter für Licht, Rollos, Heizung oder Klimaanlage, dann sucht man vergebens. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über Sensoren und den PC. So wird die Beleuchtung über Tageslicht- und Bewegungssensoren geregelt. Öffnet man ein Fenster so schaltet sich die Umluftheizung automatisch aus. Jede einzelne Komponente kann von jedem Mitarbeiter ganz einfach über eine PC-App individuell geregelt werden, auch die Lichtszenarien der direkten und indirekten Beleuchtung lassen sich damit festlegen. Die Anwendung wurde auf Basis der KNX-Visualisierungssoftware von DIAL entwickelt. In Zukunft wird auch eine App für Smartphones und Tablet-PCs zur Verfügung stehen.

„Wir können nicht Wein predigen und Wasser trinken“, bemerkt Jürgen Spitz, Innenarchitekt und Teamleiter Licht bei DIAL, der selbst viele Seminare durchführt. „So war unser Anspruch an die Gebäudetechnik, Energieeffizienz und Lichtgestaltung natürlich besonders hoch. Doch die Umsetzung kann sich sehen lassen und wir sind sehr stolz, dass wir mit unserem Firmengebäude ein vorbildliches Referenzprojekt geschaffen haben.“

Wer die Wahl hat …

Bei der Vielzahl der Partnerunternehmen aus der Lichtindustrie war die Auswahl der Leuchten keine leichte Aufgabe. Für die Bürobeleuchtung wurden zwei unabhängig steuerbare Systeme geplant. Eigene Untersuchungen und Planungserfahrungen sprechen für eine durchgängige, flächige Indirektbeleuchtung, ergänzt durch Strahler, die Akzente auf horizontalen und vertikalen Flächen setzen. Bei den Strahlern wollte man auf energieeffiziente LED-Technik setzen. In der Ausschreibung an 37 Hersteller wurde als Referenz eine Halogen-Niedervoltlampe mit Reflektor, 50W, 24° Halbstreuwinkel, 1.020 lm Lichtstrom, Lichtstärke 5.300 cd in axialer Richtung mit einer Farbtemperatur von 3.100 K vorgegeben.

Insgesamt zehn LED-Strahler, jeweils fünf Optik- und Reflektorstrahler, kamen in einen Blindtest, damit eine herstellerneutrale Entscheidung getroffen werden konnte. Für den Vergleichsaufbau wurde eine Stromschiene mit etwa 1 Meter Abstand zur Vertikalen genutzt. Die Strahler zielten auf eine Höhe von rund 1,3 Meter, entsprechend einem Winkel von etwa 40°. So wurde zunächst der visuelle Eindruck der Wand beurteilt. Schon bei der ersten Durchsicht schieden drei Strahler aus, deren Beleuchtungsstärke zu gering war oder die Lichtverteilung nicht passte. Bei näherer Betrachtung der Wand in Bezug auf Lichtfarbe, -kegel und Leuchtdichte blieben nur ein Reflektorstrahler und drei Optikstrahler in der engeren Auswahl.

Nach weiteren Tests, die dann auch die Mechanik, Produktqualität und das Design mit einbezogen, blieben gerade noch zwei Strahler übrig und die Wahl fiel auf Concord Stadium von Havells Sylvania. Das bewährte LED-Spotlight gibt es in verschiedenen Ausführungen, getestet wurde die Variante mit 10° Halbstreuwinkel, 20 W, Warmweiß (3.000 K) und ca. 1.000 lm. Überzeugend waren die Beleuchtungsstärke von 2000 lux und die hervorragende Farbwiedergabe. Die viereckige, gerippte Form der Concord Stadium gewährleistet eine maximale Kühlung des LED-Bereichs bei minimaler Größe und Materialeinsatz. Die einzigartige Integration des Transformators zwischen den Linsen der Lampe tragen zu einer sehr schlanken Bauweise bei. Im gesamten DIAL Firmengebäude kommen mehr als 500 Concord Stadium LED-Strahler in verschiedenen Ausführungen mit 10°, 25° und 55° Halbstreuwinkel zum Einsatz. Die nahezu wartungsfreien und energieeffizienten Spotlights erreichen eine Lampenlebensdauer von 50.000 Stunden ohne Einbußen der Lichtqualität.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Wahl unter diesen strengen Testbedingungen auf die Concord Stadium fiel. Es ist eine hohe Auszeichnung für Feilo Sylvania“, so Co Braber, Geschäftsführer der Feilo Sylvania Germany GmbH.

Das Resümee

LED-Strahler mit Linsenoptiken erzielen häufiger gute Ergebnisse, zudem bieten diese Produkte hinsichtlich ihrer Formgebung neue Möglichkeiten. Ein Spotlight mit Reflektortechnik hat bewiesen, dass auch damit eine gute Abbildung zu realisieren ist. Beide Techniken besitzen jedoch noch Potenzial für Entwicklungen. Klar wurde, dass sorgfältiges Vergleichen unabdingbar ist. Die Unterschiede sind beträchtlich und die Katalogangaben sind kein ausreichender Indikator für die Qualität eines Produktes. Nur durch die Bemusterung der interessanten Strahler ist es möglich, gute Produkte zu finden.

Wohlbefinden im Rampenlicht

Jeder Mitarbeiter konnte sein Büro individuell mit einem Bild seiner Wahl gestalten. Durch die LED-Strahler wird es in Szene gesetzt, was in dem schwarz-weißen und transparenten Ambiente, besonders gut zur Geltung kommt.

„Bei der Gestaltung unseres neuen Domizils war uns die Beleuchtung besonders wichtig. Licht spendet nicht nur Helligkeit, es trägt maßgeblich zum Wohlbefinden bei und steigert die Aufenthaltsqualität. Mittlerweile ist auch nachgewiesen, dass Tageslicht einen wichtigen Aspekt für die Gesundheit darstellt. Daher haben wir uns für das Glasdach und den Innenhof entschieden. Zusätzlich bilden wir den Tagesrhythmus mit Kunstlicht nach, was insbesondere in der dunklen Jahreszeit positiv auffällt“, so Jürgen Spitz.