Gedenkstätte Bautzen: Ins rechte Licht gesetzt

Im Jahr 1992 wurde die Haftanstalt Bautzen II mit ihrer bewegenden Geschichte als Gefängnis geschlossen. Seit 1993 ist der ehemalige so genannte „Stasi-Knast“ (1956-1989) des Ministeriums für Staatssicherheit Gedenkstätte. Sie hat die schwierige Aufgabe, die Geschichte zweier Haftanstalten, Bautzen I und Bautzen II, in drei Verfolgungsperioden – Nationalsozialismus, sowjetische Besatzung und SED-Diktatur – aufzuarbeiten und zu dokumentieren.

Im Zuge fälliger Modernisierungsarbeiten musste die Gedenkstätte Bautzen auf den neuesten Stand der Brandschutzverordnung gebracht werden. Bei der Umsetzung im Jahr 2015 stellten die Verantwortlichen des Sächsischen Immobilien und Baumanagement (SIB) fest, dass die elektrische Bestandsanlage ebenfalls nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach und ersetzt werden musste. Das betraf auch die vorhandenen Leuchten, bei denen es sich um Originale aus der DDR-Zeit handelte, die nicht ohne Weiteres ausgetauscht werden durften. Die Leuchten stehen unter Denkmalschutz und wurden mit größter Sorgfalt restauriert. Erlaubt war lediglich, sie mit einem neuen Kern zu versehen, also mit neuen Fassungen und Lampen. So finden sie nun ihren Einsatz in den Fluren.

Diese Maßnahmen allein reichten aber nicht aus, um eine optimale Illumination der Gedenkstätte zu gewährleisten. Es folgte eine Ausschreibung mit Bemusterungen für weitere Lichtquellen, die die Gefängniszellen und auch die Exponate in der Ausstellung ins rechte Licht rücken sollten. Die Elektrofirma EAB Bautzen, die für die Elektroinstallation verantwortlich zeichnete, präsentierte eine Reihe an Leuchten, unter anderem die Concord Beacon Muse LED-Strahler. Diese eignen sich hervorragend für den Einsatz in Museen, Galerien und Ausstellungen, denn ihre einzigartige Linsentechnologie macht sie vielseitig und flexibel einsetzbar. So lässt sich der Ausstrahlungswinkel von 10° (Spot) bis 65° (Flood) stufenlos einstellen, ohne dass Werkzeuge, Reflektoren oder zusätzliche Linsen dazu benötigt werden. Die Justierung erfolgt durch einfaches Drehen der Optik. Ferner sind sie sehr energieeffizient, wartungsarm und haben ein elegantes Design.

Dank ihrer Eigenschaften fiel die Wahl auf Concord Beacon Muse 13 W und 26 W (Warmweiß 3.000 K) von Feilo Sylvania. Sie dienen der unauffälligen Beleuchtung der Zellen in der ehemaligen Haftanstalt. Unauffällig deshalb, weil die moderne Technik nicht von den spartanischen Gegebenheit der Vergangenheit ablenkt. Sie wurden als zusätzliche Lichtquellen über den Zellentüren angebracht. Dank des stufenlos anpassbaren Ausstrahlungswinkel konnten die Lichtverhältnisse den jeweiligen räumlichen Verhältnissen ganz einfach angepasst werden.

„Der Denkmalschutz stellte uns vor große Herausforderungen“, sagt Gert Mehlhose, Geschäftsführer des Ingenieur- & Planungsbüros Mehlhose, das für die Umbaumaßnahmen verantwortlich zeichnete. „Es war eine Kunst, die alten Leuchten aufzubereiten. Darüber hinaus dürfen in solchen Gebäuden nicht einfach Schlitze für neue Leitungen geschlagen werden und auch die neue Beleuchtung sollte nicht im Vordergrund stehen. Die Umsetzung ist mit den Beacon-LED-Strahlern von Feilo Sylvania perfekt gelungen, da sie mit ihren stufenlos einstellbaren Ausstrahlungswinkeln optimal auf die räumlichen Gegebenheiten ausgerichtet werden können.“

Insgesamt wurden in der Gedenkstätte Bautzen mehr als 200 LED-Strahler von Feilo Sylvania in den Gefängniszellen und im Ausstellungsbereich angebracht. Die Montage erfolgte an 3-Phasen Concord Lytebeam-Schienen von Feilo-Sylvania.

„Zunächst ist uns das puristische Design ins Auge gefallen. Dass die Strahler dann auch noch unsere weiteren Anforderungen übertroffen haben, hat die Wahl einfach gemacht“, meint Silke Klewin, Leiterin der Gedenkstätte Bautzen. „Nach Abschluss unserer Bau- und Renovierungsmaßnahmen sind wir stolz auf das Ergebnis. Unsere Besucher erwartet eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit.“